
...ehemals k. u. k. Hoflieferant
In unserer Lebzelterei in Perchtoldsdorf werden seit 1685 von Hand Lebkuchen, spezielle Anlass-Kerzen und Konfekt gefertigt. Seit damals haben sich die Lebzelter unserer Familie einer Tradition verschrieben, die gewährleistet, dass für die alten, überlieferten Rezepturen ausschließlich feinste und erlesenste Zutaten verwendet werden. Aus diesem Grunde wurden wir zum "k. u. k. Hoflieferanten" ernannt und durften zu Kaisers Zeiten den Hof mit Kerzen und Lebkuchen beliefern.
In dieser Generation habe ich, Andreas Metzger, mit meiner Frau Petra daran gearbeitet, aus der Manufaktur ein modernes Unternehmen zu machen, ohne dabei von der Handfertigung und der traditionellen Herstellungsweise unserer Produkte abzuweichen.
Die Kerze und der Lebkuchen sind bereits seit vielen hundert Jahren durch den Honig als gemeinsames Element verbunden. Früher hat der Lebzelter selber den Honig aus den Waben geschleudert und aus dem zurückbleibenden Wachs Kerzen produziert. Daher leitet sich auch die Berufsbezeichnung "Lebzelter und Wachszieher" ab. Auch die wunderschönen, alten Holzmodeln für den sog. "Springeleteig" waren Teil des Handwerks des traditionellen Lebzelter-Handwerks.
Geschichte des Lebkuchens
Die ersten schriftlichen Zeugnisse über den Lebkuchen gehen zurück auf 350 v. Chr., doch bereits die alten Ägypter haben vor ca. 5.000 Jahren honiggesüßten Gewürzkuchen gekannt.
Die Herkunft des Begriffs "Lebkuchen" ist ungewiss. Forscher nehmen jedoch an, es habe mit dem lateinischen Wort "libum" (Fladen, Opferkuchen) zu tun. Das althochdeutsche Wort "leb" ist eine weitere Interpretation wert, denn das bedeutet Heil- und Arzneimittel und den im Lebkuchen verwendeten Gewürzen sagt die Naturheilkunde tatsächlich eine heilende Wirkung nach. In Mitteleuropa ist er auch als Pfefferkuchen (vor allem im deutschsprachigen Raum) bekannt, was auf seine orientalische Herkunft verweist, denn das Wort Pfeffer wurde ursprünglich für sämtliche Gewürze aus dem Orient verwendet.
Der Lebkuchen in seiner heutigen Form wurde ursprünglich im belgischen Dinant erfunden. Er fand den Weg über Aachen in fränkische Klöster, wo er leicht abgewandelt wurde. 1296 wird der Pfefferkuchen in Ulm erstmals erwähnt und ab dem 14. Jahrhundert ist der Lebkuchen auch in Nürnberg bekannt.









